Peres erhält „Freedom Medal“

Peres erhält „Freedom Medal“

  •    
    Präsident Shimon Peres ist am Mittwochabend in Washington von US-Präsident Barack Obama mit der Presidental Medal of Freedom ausgezeichnet worden.
  • Foto: GPO
     
    Peres erhält „Freedom Medal“ 
        
    Präsident Shimon Peres ist am Mittwochabend in Washington von US-Präsident Barack Obama mit der Presidental Medal of Freedom ausgezeichnet worden. Dies ist die höchste zivile Auszeichnung, die die USA vergeben.
        
    In seiner Laudatio nahm Präsident Obama auf das bewegte Leben Peres‘ Bezug. 65 Jahre, so Obama, während der gesamten Geschichte des Staates Israel, habe er seinem Land gedient und tue es immer noch. „Dreimaliger Außenminister – das müssen Sie ihm erst einmal nachmachen, Madelaine“, wandte er sich scherzhaft an die ehemalige US-amerikanische Außenministerin Madelaine Albright.
        
    Obama würdigte den wichtigen Beitrag von Präsident Peres bei den Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern.
    Er bekannte sich auch zur engen Beziehung zwischen Israel und den USA. „Die Sicherheit Israels ist nicht verhandelbar“, so Obama.
        
    In seiner Dankesrede erklärte Präsident Peres unter anderem:
        
    „Diese Ehre wird mir heute im Namen des Volkes Israel zuteil. Sie sind die wahren Empfänger dieser Ehrung. Mit dieser bewegenden Geste zollen Sie Generationen über Generationen von Juden Tribut, die von einem eigenen Staat geträumt und für ihn gekämpft haben. Ein Staat, der ihnen Schutz bieten würde. Ein Staat, der sie verteidigen würde.
        
    […]

    Israel ist der lebende Beweis dafür, dass Demokratie Fortschritt bedeutet. Wissenschaft bedeutet Wachstum. Literatur und Kunst sind eine Bereicherung.

    Israel ist heute eine innovative, pluralistische Gesellschaft, in der Christen, Araber, Juden, Beduinen und Drusen in Frieden zusammenleben. Es ist noch nicht perfekt, doch es ist ein Beispiel dafür, was alles möglich ist.
        
    […]
        
    Die größte Gefahr liegt heute im Iran. Das iranische Volk ist nicht unser Feind. Es ist seine gegenwärtige Führung, die zur Bedrohung wurde. Sie hat den Iran zu einer Gefahr für den Weltfrieden gemacht. Es handelt sich um eine Führung, die danach strebt, den Nahen Osten zu beherrschen. Terror über die ganze Welt zu verbreiten. Sie arbeitet an der Atombombe. Sie bringt Dunkelheit in eine Welt, die sich nach Licht sehnt.
        
    […]

    Ich erinnere mich, wie vor 19 Jahren auf dem Rasen vor diesem Haus Präsident Clinton uns geholfen an, den Friedensprozess anzustoßen. Seitdem sind Israelis und Palästinenser einen langen Weg zusammen gegangen, doch wir haben noch viel harte Arbeit vor uns.

    Israel und die Palästinenser sind heute reif für einen Neustart. Eine stabile Basis ist bereits da. Die Zweistaatenlösung: Ein jüdischer Staat – Israel. Ein arabischer Staat – Palästina.
        
    Die Palästinenser sind unsere engsten Nachbarn. Ich glaube, sie können unsere engsten Freunde werden. […] Die Pflicht von Führern ist es, immer nach Freiheit zu streben, auch angesichts von Feindseligkeit. […]
        
    Meine Vision ist die von einem Israel, das in echtem Frieden mit allen Völkern des Nahen Ostens lebt, ehemaligen Feinden ebenso wie neuen Freunden. Jerusalem als Hauptstadt des Friedens. Ein Israel, das ein wissenschaftliches Zentrum darstellt, offen für alle […]. Ein grünes Israel in einem immer grüner werdenden Nahen Osten.
        
    […]
        
    Meine größte Hoffnung ist, dass der Tag kommen wird, wo jeder Mann und jede Frau, Israel, Palästinenser, Syrer oder Libanese, junge Menschen, wo auch immer sie sein mögen, aufwachen und fähig sind, sich selbst zu sagen: ‚Ich bin frei, frei zu sein‘.“




        
    (Präsidialamt, 14.06.12)
     
DruckenDruckversion
  
Einem Freund mailen
  
Bookmark and Share