Der Fall Abu Khdeir

Der Fall Abu Khdeir

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    Die israelische Polizei und die Israelische Sicherheitsagentur (ISA) haben am Sonntagmorgen (6.7.) mehrere Verdächtige im Zusammenhang mit der Entführung und Ermordung von Muhammad Abu Khdeir aus dem Jerusalemer Stadtteil Shuafat festgenommen.
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    Am 2. Juli wurde Mohammed Abu Khdeir, 16-jähriger Einwohner des Jerusalemer Stadtteils Shuafat, ermordet.

    Israel nimmt den Vorfall ausgesprochen ernst. Da die Möglichkeit besteht, dass dieser Jugendliche aus Rache für die Entführung und den Mord an drei israelischen Teenagern getötet wurde, die am Vortag (1. Juli) beerdigt wurden, hat der Mord an Abu Khdeir für Israel höchste Priorität.
    Die Veröffentlichung hasserfüllter Kommentare und auch vereinzelte Demonstrationen von Extremisten nach der schockierenden Entdeckung der Leichen der israelischen Teenager haben die israelische Gesellschaft aufgerüttelt und zu einem Prozess der Selbstreflexion geführt. Israel, das seit langem Opfer von palästinensischer Anstachelung zur Gewalt und Terrorismus ist, lehnt jeden Ausdruck von Hass ab und unternimmt konkrete Schritte, um diesem Einhalt zu gebieten.Die israelische Polizei und die Israelische Sicherheitsagentur (ISA) haben am Sonntagmorgen (6.7.) mehrere Verdächtige im Zusammenhang mit der Entführung und Ermordung von Muhammad Abu Khdeir aus dem Jerusalemer Stadtteil Shuafat festgenommen.
     
    Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bezog hierzu während eines Besuches in Nof Ayalon bei einer der drei Familien der am 12. Juni ermordeten Jungen Stellung. Er sagte:
     
    „Ich besuche heute die Familien von Gilad, Naftali und Eyal, die von Leuten der Hamas ermordet wurden. Ich habe ihren lieben Familien versprochen, dass wir sie weiter unterstützen und sie auch nach der Trauerzeit begleiten wollen. Wir wissen genau, wer hinter der Entführung und dem Mord an Gilad, Naftali und Eyal steckt und wir werden die Täter fassen. Die Mörder haben das Gebiet der Palästinensischen Autonomiebehörde verlassen und sind auch dorthin zurückgekehrt. Darum liegt es in der Verantwortung der Palästinensischen Autonomiebehörde, alles zu unternehmen, um sie festzusetzen – so wie auch die israelischen Sicherheitskräfte innerhalb weniger Tage die Verdächtigen im Mordfall Muhammad Abu Khdeir verhaftet haben.
     
    Der Familie Abu Khdeir möchte ich mein Beileid aussprechen. Ich versichere Ihnen, dass wir mit der ganzen Härte des Gesetzes gegenüber den Tätern dieses abscheulichen und verdammenswerten Verbrechens vorgehen werden. Diese Mörder haben keinen Platz in der israelischen Gesellschaft. Das unterscheidet uns von unseren Nachbarn – dort werden Mörder wie Helden gefeiert und Plätze werden nach ihnen benannt. Es ist nicht der einzige Unterschied zwischen uns. Wir werden den Aufwieglern den Prozess machen, während die Aufwiegelung in der Palästinensischen Autonomiebehörde über offizielle Kanäle und das Bildungssystem verbreitet wird; eine Aufwiegelung, die im Kern die Zerstörung Israels fordert. Wir machen keinen Unterschied zwischen Terror und Terror und gegen beide werden wir mit harter Hand vorgehen; ich mache keinen Unterschied zwischen Aufwiegelung und Aufwiegelung im Staat Israel. Jeden Ruf nach „Tod den Arabern“ werde ich ebenso verurteilen wie den Ruf „Tod den Juden“.
     
    Als ich von jenem arabisch-israelischen Studenten hörte, der nach dem Mord an den drei Jungen im Internet schrieb “3:0 für Palästina und wir sind noch nicht einmal bei der WM“, war ich erschüttert angesichts von solcher Bösartigkeit. Es ist die gleiche Bösartigkeit und die gleiche Mentalität, die zum Mord an dem Jungen aus Shuafat steht. Wir werden nicht zulassen, dass die Extremisten diese Region in Brand setzen und mit Blutvergießen überziehen. Wir werden auch die Taten der so genannten „Preisschild“-Gruppe nicht akzeptieren und zulassen, genauso wie wir gegen Molotov-Cocktails, gegen Steinwürfe und Straßen-Blockaden vorgehen. Wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln das Gesetz durchsetzen. Ich rufe alle Seiten dazu auf, sich der Verantwortung zu stellen und nichts vorschnell zu unternehmen, das die Lage verschärfen könnte.
     
    Ich bitte darum anzuerkennen, dass der Mord an Muhammad Abu Khdeir schnell aufgeklärt wurde. Ich habe die Polizei unmittelbar nach dem Mord angewiesen, dem Fall höchste Priorität zu geben und versprochen, dass wir neue Erkenntnisse umgehend veröffentlichen werden. Zur gleichen Zeit ermittelten die Sicherheitskräfte auch im Mordfall Shelly Dadon, einem Mädchen aus Afula, und es besteht der Verdacht, dass der Täter ein Bewohner des Ortes Ibillin in Galiläa ist. Auch gegenüber diesem Täter werden wir mit aller Härte des Gesetzes vorgehen.
     
    Die Stärke des Staates Israel liegt darin, dass in ihm das Gesetz gewahrt wird, und dass jeder, der das Gesetz überschreitet, zur Rechenschaft gezogen wird. Mord ist Mord, Aufwiegelung ist Aufwiegelung, und beiden werden wir entschieden entgegen treten. Ich glaube, dass sich alle Bürger Israels im Klaren darüber sind, dass die Ereignisse der vergangenen Tage die ohnehin komplizierten Verhältnisse, in denen wir leben, noch komplizierter machen. Es ist in dieser Situation wichtig, die Kräfte zu vereinen, unseren Werten als jüdischer und demokratischer Staat entsprechend zu handeln, und gemeinsam jeden Versuch, die Ruhe und Sicherheit aller Bürger Israel zu gefährden, zu unterbinden.“
     
    Ministerpräsident Netanyahu spricht mit Hussein Abu Khdeir
     
    Am heutigen Montag (07.07.) sprach Ministerpräsident Benjamin Netanyahu mit Hussein Abu Khdeir, dem Vater des ermordeten Jungen Muhammad Abu Khdeir.
     
    Ministerpräsident Netanyahu sprach dem Vater des Jungen sein Beileid aus und sagte: „Ich möchte in meinem und im Namen der Bürger Israels meine Empörung über die verachtenswerte Ermordung Ihres Sohnes aussprechen. Wir haben sofort gehandelt, um die Mörder zu fassen. Wir werden ihnen den Prozess machen und sie mit der ganzen Härte des Gesetzes behandeln. Wir verurteilen jede Brutalität; der Mord an ihrem Sohn ist abscheulich und kann von keinem Menschen toleriert werden.“
     
    (Amt des Ministerpräsidenten, 06./07.07.14)
     
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