Ansprache des israelischen Botschafters

Ansprache des Botschafters

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    Ansprache des israelischen Botschafters am 5. Februar 2012
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    Bonjour – Guten Tag – Shalom
    Shalom aus Israel und Jerusalem,
     
    Ich schätze Ihr Erscheinen zu diesem Treffen an einem solch kalten Tag sehr; es beweist Ihre Hingabe und Ihre Freundschaft dem Staat Israel gegenüber.
    Für mich, als Botschafter des Staates Israel, ist es eine grosse Freude und Ehre, Sie heute hier zu treffen.
    Ich freue mich so viele Freunde aus der ganzen Schweiz zu sehen, die ihre Liebe und Unterstützung für Israel in dieser herzerwärmenden und bewegenden Zusammenkunft ausdrücken.
    Sie und wir, das Volk Israel, sind vereint und eins.
    Vor ein paar Tagen hatte ich die Freude in meinem Büro, einen guten Freund, den Präsidenten von Pro-Israel, Werner Scherrer, zu treffen. Dabei habe ich einiges über Ihre Aktivitäten und die Unterstützung für Israel in den vergangenen Jahren gelernt.
    Ihre Unterstützung gibt uns sie Kraft, unsere Köpfe hochzuhalten und auf eine bessere Zukunft zu hoffen.
    Ihre Unterstützung hilft uns, schwierige Zeiten zu überwinden und uns an positiven Momenten zu erfreuen.
    Ich möchte Ihnen dafür danken. Gott segne Sie!
     
    Liebe Freunde, Sie werden sich kaum wundern, dass Sie von mir von den schwierigen Zeiten hören, durch die Israel geht. Diese Periode ist vielleicht eine der schwierigsten Zeiten seit der Gründung des israelischen Staates.
    Immer wieder hören wir die Stimmen von muslimischen Fundamentalisten, die die Existenz des Staates Israel verleugnen. Diese Stimmen werden immer stärker von Aktivisten in ganz Europa getragen, welche dazu aufrufen Israel, dessen Wirtschaft und eigentlich die Existenz zu delegitimieren.
    Im Grunde wird ein Krieg gegen Israel geführt, ein Krieg der Worte, der rhetorischen Beleidigung, des Hasses und der Verfälschung der Realität.
    Dieser Krieg versucht genau das zu erreichen, was tausende von auf Israel abgefeuerten Raketen im letzten Jahr erreichen wollten; nämlich die israelische Gesellschaft zu terrorisieren und zu destabilisieren; die einzige florierende Demokratie im Nahen Osten, den einen und einzigen jüdischen Staat.
    Als ob die Unterstützung der Aktivisten für den Krieg noch nicht genug wäre, laden sie auch noch die Leiter unserer ärgsten Feinde nach Genf ein, in die Hauptstadt der Menschenrechte, wo sie eine öffentliche Plattform erhalten und Israel und dessen Volk weiter dämonisieren.
     
    Liebe Freunde, während dem letzten Jahr waren wir Zeugen einer schönen Entwicklung, dem sogenannten Arabischen Frühling, wo autoritäre Regime mit freien und demokratisch gewählten Regierungen ersetzt wurden.
    Aber so idyllisch das auch klingt, diese Entwicklungen stärken leider mehr die radikalen, statt die moderaten und friedlichen Stimmen. Diese radikalen Stimmen sind – was nicht überrascht – gegen Israel und das jüdische Volk gerichtet, eine beunruhigende Wahrheit für uns und auch für Sie.
    Die arabische Welt, von der wir uns erhofften, dass sie Frieden und neue Werte von Toleranz, Liberalismus und Menschenrechte bringen würde, ist viel eher eine Welt, die in Richtung Fundamentalismus und Hass strebt.
    In Tunesien, eigentlich einem neuen Zuhause für ein sogenannt moderates Regime, wurde vor zwei Wochen der Hamas Premierminister von einer „Tod den Juden“ schreienden Menge empfangen. Seine Antwort an diese Menge war, dass er Israel niemals anerkennen werde und der Menge anbot, sie könne bei der Eroberung Jerusalems und Israels mitmachen.
    Die sogenannt moderaten Mitglieder der Muslimbrüderschaft in Ägypten rufen dazu auf, den Friedensvertrag mit Israel aufzuheben und einige von ihnen schlugen sogar vor, den israelischen Botschafter abzuschlachten.
    Und ich frage Sie: ist das die moderate arabische Welt, die wir zu sehen hofften?
    Liebe Freunde, dieser Anstieg radikaler Stimmen ist nicht vielversprechend für Israel.
    Heute, mehr denn in der Vergangenheit, müssen wir vorsichtig sein.
    Vor Jahren wurde gesagt, dass Israel ein kleines Land umgeben von einem Meer des Hasses und der Feindseligkeit sei. Heute ist dies noch wahrer denn jemals zuvor.
     
    Glücklicherweise ist Israel nicht alleine;  Israel hat Sie und zahlreiche andere Unterstützer, die aufrichtig an das, was Recht ist, glauben. Die willens sind, für die Wahrheit ihre Stimme zu erheben und die Lügen, mit denen wir konfrontiert sind, zu konfrontieren.
    Das ist der Grund, liebe Freunde, wieso Ihre Hilfe und Unterstützung vital sind für Israel.
    Israel braucht Sie, damit Sie lauter und mit viel Nachdruck gegen die Israel dämonisierenden Stimmen aufstehen.
    Sie gehen auf die Strasse, setzen Paraden in Gang, verbrennen unsere Flagge, veröffentlichen irreführende Artikel in den Zeitungen, sie verführen die westlichen Öffentlichkeiten und manipulieren Realitäten.
    Wir und Sie sollten nicht ruhig bleiben!
    Sie und ich sollten unsere Anstrengungen verstärken. Israel wird, mit Ihrer Hilfe, die Kraft finden, diese schwierigen Zeiten zu überwinden.
     
    Bleiben Sie mit uns vereint im Einsatz für die geteilten Werte: für unseren Glauben an die Menschheit, an die Liebe zum Frieden und an eine bessere und friedlichere Zukunft.
    Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
    Gott segne Sie.
     
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