Netanyahu spricht mit Erdogan

Netanyahu spricht mit Erdoğan

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    Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Freitag mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan telefoniert. Netanyahu sagte Erdoğan, er habe gerade zuvor mit US-Präsident Barack Obama über regionale Kooperationen und die Wichtigkeit der israelisch-türkischen Beziehungen gesprochen. Er bedauerte die jüngste Verschlechterung der Beziehungen zwischen Israel und der Türkei und verlieh seiner Verpflichtung zu einer Überwindung der Schwierigkeiten Ausdruck, um Frieden und Stabilität in der Region voranzubringen.
     
    Netanyahu erklärte, er habe das Interview gelesen, das Erdoğan kürzlich einer dänischen Zeitung gegeben habe und schätze seine Worte. Er stellte klar, dass das tragische Ergebnis des Zwischenfalls auf der Mavi Marmara durch Israel nicht beabsichtigt gewesen sei, und dass Israel den Verlust von Menschenleben sowie die Verletzten bedauere. Angesichts der israelischen Untersuchung des Vorfalls, die eine Reihe operationaler Fehler aufgezeigt hatte, sprach der Ministerpräsident eine Entschuldigung Israels gegenüber dem türkischen Volk für alle Fehler aus, die zum Verlust von Menschenleben oder Verletzungen geführt haben könnten und stimmte auch zu, dass eine Vereinbarung zu Kompensation/Haftungsausschluss geschlossen werde.
     
    Netanyahu erklärte außerdem, dass Israel substantiell die Beschränkungen für die Einfuhr ziviler Güter in die Palästinensischen Autonomiegebiete, einschließlich des Gazastreifens, gelockert habe, und dass dies so lange so bleiben würde, wie Ruhe herrsche. Die beiden Ministerpräsidenten einigten sich darauf, gemeinsam an einer Verbesserung der humanitären Lage in den Palästinensergebieten zu arbeiten.
     
    In einem Fernsehinterview wandte sich Präsident Shimon Peres direkt an das türkische Volk und erklärte:
     
    „Sowohl Israel als auch die Türkei wollten diesem Missverständnis ein Ende bereiten und die guten Beziehungen wieder aufnehmen, die zwischen der Türkei und uns seit vielen Jahren existiert haben. Mir fallen tausend gute Gründe ein, warum die Türkei und Israel Freunde sein sollten. Mir fällt nicht ein einziger Grund ein, warum sie keine Freunde sein sollten. Es gibt mehr Gründe als jemals zuvor dafür, zusammen zu arbeiten.“  
     
    (Amt des Ministerpräsidenten/Präsidialamt, 22./24.03.13)
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    PM Netanyahu (Photo: GPO) PM Netanyahu (Photo: GPO) : GPO
    Ministerpräsident Netanyahu (Foto: Archiv/GPO)
     
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