Hilfe für die Palästinenser während der Winterstürme

Hilfe für Palästinenser während der Winterstürme

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    Die Menschen in Israel, dem Gazastreifen und dem Westjordanland litten in der vergangenen Woche (11.-14.12.) unter dem heftigen Wintereinbruch und dem stürmischen Wetter, das in der ganzen Region zu infrastrukturellen Problemen, Überflutungen und anderen wetterbedingten Schwierigkeiten führte. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und COGAT (Koordination von Regierungsaktivitäten in den Gebieten) leisteten Hilfe, wo immer es möglich war.

    Gazastreifen:
    ·         Etwa 100 Palästinenser erlitten aufgrund des Wetters Verletzungen, vier davon schwere.
    ·         In weiten Teilen des Gebiets kam es für mehr als 24 Stunden zu Stromausfällen.
    ·         Etwa 1000 Gebäude wurden ernsthaft beschädigt.
    ·         760 Familien mussten aus ihren Häusern in 17 Schulgebäude und andere öffentliche Einrichtungen im Gazastreifen evakuiert werden.
    ·         70 Tunnel stürzten aufgrund der Wetterbedingungen ein.

    Westjordanland:
    ·         Viele Straßen waren blockiert (u.a. die Straßen 60, 443, 35), insbesondere in Judäa, Binyamin und Nablus.
    ·         Stromausfälle gab es in Tulkarem, Qalqiliyah, Nablus, Bethlehem und Ramallah.
    ·         Die Wasserversorgung des Krankenhauses in Ramallah wurde infolge eines Stromausfalls unterbrochen.
    ·         Mehrere Gebäude in Hebron Stadt und in der Jerusalemer Umgebung stürzten ein, wobei es nicht zu Verletzten kam.

    Israelische Hilfe für die palästinensische Bevölkerung:

    COGAT kooperiert mit Organisationen, die Hilfsgüter und Versorgungsleistungen in den Gazastreifen bringen.
    ·         Der Übergang Kerem Shalom wurde am Freitag, 13.12. gesondert für fünf Tankfahrzeuge geöffnet, die 110 Tonnen Kochgas in den Gazastreifen brachten.
    ·         Ebenfalls am Freitag wurden vier Wasserpumpen der israelischen Wassergesellschaft Mekorot in den Gazastreifen überführt. Sie sind derzeit in Rafah, Sheikh Reduan und Khan Younis im Einsatz.
    ·         Am Sonntag (15.12.) wurde der Güterübergang Kerem Shalom zum ersten Mal auch für Personenpassagen geöffnet. Unter den 16 Personen, die in den Gazastreifen reisten, waren internationale Hilfskräfte und Patienten, die von der Behandlung in Israel zurückkehrten. Zwei Krankenwagentransfers fanden ebenfalls dort statt.
    ·         Ebenfalls am Sonntag wurden große Mengen Treibstoff und Versorgungsgüter über Kerem Shalom eingeführt, darunter:
    -          241 Tonnen Kochgas
    -          223 000 Liter Benzin
    -          763 000 Liter Diesel
    -          Zwei LKW mit Notlieferungen des Internationalen Roten Kreuzes
    -          148 LKW Konsumgüter
    ·         UNRWA und WFP (Welternährungsprogramm) gaben Versorgungspakete und Essen im ganzen Gazastreifen aus. Mercy Corps bereiten Notlieferungen für obdachlose Familien vor.
    ·         Die UNRWA stellet zusätzlich 10 000 Liter Diesel zur Verfügung, um den Betrieb der Wasserpumpen sicher zu stellen.


    Patienten kehren nach der Behandlung in Israel in den Gazastreifen zurück (Foto: COGAT)


    Treibstoff-Einfuhr am Übergang Kerem Shalom (Foto: COGAT)

    Westjordanland:
    Maßnahmen der ZAHAL und COGAT zur Unterstützung der Zivilbevölkerung und zur Minderung der Sturmschäden umfassen u.a.:
    ·         Hilfe bei der Wiederinbetriebnahme der Stromversorgung im gesamten Gebiet des Westjordanlandes mithilfe der israelischen Elektrizitätswerke.
    ·         Im Bereich des Migdalim-Kreuzungspunktes bei Nablus rettete die ZAHAL mehrere Palästinenser, die in ihren Autos festsaßen.
    ·         Am Samstag (14.12.) befreite die ZAHAL bei Ramallah einen palästinensischen Krankenwagen. Ebenfalls am Samstag half sie bei der Evakuierung von drei schwangeren Palästinenserinnen, die auf der Straße 35 (Hebron) feststeckten. Eine der Frauen, bei der die Wehen einsetzten, wurde per Helikopter evakuiert.
    ·         Am Sonntag räumten Fahrzeuge der ZAHAL die verschneite Straße zum Dorf Nebi-Samuel. Soldaten und Kräfte der COGAT verteilten Essen und Versorgungsgüter an die Bevölkerung.
    ·         Vielen weiteren Palästinensern, die in der Umgebung von Ramallah mit ihren Autos stecken geblieben waren, konnte geholfen werden. Zudem wurde der Courthouse-Übergang 24 Stunden am Tag geöffnet, um den Durchgang bei Notfällen zu ermöglichen.

     (Außenministerium des Staates Israel, 18.12.13)
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    IDF soldiers help Palestinian ambulance stuck in the snow carrying a very sick woman IDF soldiers help Palestinian ambulance stuck in the snow carrying a very sick woman : IDF Spokesperson
    Soldaten der ZAHAL befreien einen palästinensischen Krankenwagen (Foto: ZAHAL)
     
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