Bilaterale Kooperation im Ausbildungsbereich

Bilaterale Kooperation

  •    
    Am 14. Dezember haben die "Israeli Garage Association" (IGA) und die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Frankfurt/M. und Main-Taunus-Kreis eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Bei der Feierstunde im Frankfurter Römer waren der Generalkonsul des Staates Israel in Deutschland, Tibor Shalev-Schlosser, und Vertreter des Magistrates der Stadt Frankfurt anwesend.
     
    Was vor sechs Jahren als Ausbildungsprojekt auf regionaler Ebene begann, hat sich inzwischen zu einer institutionalisierten Kooperation auf Staatsebene entwickelt.
     
    Bei einem Israel-Besuch der Vorstandsvorsitzenden der Kinder- und Jugend-Aliya in Deutschland, Mechtild Gräfin von Stauffenberg, entstand der Kontakt der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes zu dem Jugenddorf Hadassa Neurim. Seitdem waren fünf Delegationen mit über 100 Jugendlichen aus dem Jugenddorf zu Fortbildungen bei der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes in Hessen und haben Unterricht in kraftfahrzeugtechnischen Bereichen erhalten.
     
    Der Kraftfahrzeugzweig des Jugenddorfes nimmt vor allem Schüler aus schwachen Bevölkerungsschichten der israelischen Gesellschaft auf. Aus diesem Grund ist die Teilnahme an einer solchen Reise für die Schüler ein besonders wichtiges Erlebnis, auch für ihre persönliche Entwicklung.
     
    Die besonderen Beziehungen zwischen der Landesfachschule und der Ausbildungsschule des Jugenddorfes bildeten die Grundlage für eine multidisziplinare Zusammenarbeit und führten zu einer bilateralen Ausbildung zum Meister, wobei der theoretische Teil der Ausbildung in Israel absolviert wird und der praktische einschließlich der praktischen Prüfung unter Aufsicht der Fachinnung in Deutschland.
     
    Moshe Kirmaier, Vertreter des Verkehrsministeriums, erklärte bei der Zeremonie:
     
    "Wir haben den deutschen ‘Meister‘-Abschluss adaptiert und werden sicherstellen, dass verschiedene Colleges in Israel zukünftig einen ‘israelischen Meister‘ ablegen werden. Im akademischen Jahr 2011-2012 wird zum ersten Mal ein Zweig für Kraftfahrzeugingenieure angeboten, der zum B.Sc. führen soll."
     
    Kirmaier nannte die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages ein mögliches Vorbild für ähnliche Kooperationen auf anderen Gebieten.
     
    Avi Oren, stellvertretender IGA-Präsident, und Jürgen Karpinski, Präsident des Hessischen Kfz-Gewerbes, betonten in ihren Ansprachen die Wichtigkeit einer hochwertigen beruflichen Ausbildung von Jugendlichen und der Kooperation zwischen Israel und Deutschland.
     
    Generalkonsul Tibor Shalev-Schlosser unterstrich die Bedeutung der Ausweitung der Jugendbegegnungen zwischen Deutschland und Israel auch auf dem Gebiet der Berufsausbildung, die ein weiterer Schritt zur Verbesserung der wirtschaftlichen Kooperation beider Staaten sein könne.
     
    (Generalkonsulat des Staates Israel in München, 15.12.11)
  • icon_zoom.png
     : Rafael Herlich
    (Foto: Rafael Herlich)
     
  •  
DruckenDruckversion
  
Einem Freund mailen
  
Bookmark and Share